Normen & Verordnungen

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Gegen übermäßigen Gebrauch von künstlichem Licht im Außenraum gibt es in den meisten Staaten einen Mangel an gesetzlichen Regelungen.

 

 

Regelung öffentlicher Beleuchtung

 

Österreichische und Europäische Normen sowie Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen:

  • EN 13201 "Straßenbeleuchtung, Teil 1-4": beschreibt die Auswahl der Beleuchtungsklassen, Gütemerkmale und deren Berechnung; sagt allerdings nicht aus, ob eine Straßenbeleuchtung erforderlich ist oder nicht.
  • EN 12193 "Licht und Beleuchtung, Sportstättenbeleuchtung"
  • EN 12665 "Licht und Beleuchtung, Grundlegende Begriffe und Kriterien für die Festlegung von Anforderungen an die Beleuchtung"
  • EN 12464-2 "Arbeitsstättenbeleuchtung im Freien"
  • ÖNORM O 1051 "Straßenbeleuchtung, Beleuchtung von Konfliktzonen": ergänzender, nationaler Teil zur EN 13201; regelt die Errichtung von Beleuchtungsanlagen bei Schutzwegen, Radfahrer Überfahrten, Kreisverkehren, Fahrbahnteilern und Parkplätzen.
  • ÖNORM O 1052 "Lichtimmissionen": Grenzwerte werden definiert und Wege aufgezeigt um zweckdienliches Licht zu erzeugen und störende Lichteinwirkungen auf den menschlichen Lebensraum und die Umwelt zu vermeiden.
  • ÖNORM O 1053 "Berücksichtigung des situativen Verkehrsflusses": ergänzender, nationaler Teil zur EN 13201; regelt u.a. unter welchen Voraussetzungen das Lichtniveau oder die Helligkeit einer (normgerechten) Straßenbeleuchtung in der verkehrsarmen Zeit abgesenkt oder reduziert werden kann bzw. darf.
  • RVS 02.02.32 "Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen": gibt u.a. auch maximale Leuchtdichten von Werbeeinrichtungen im verkehrsnahen Bereich an.
  • RVS 05.06.12, 05.06.11 "Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen": beschreiben u.a. Grenzwerte und Kriterien, damit es aus verkehrstechnischer Sicht zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer kommt; sind jedoch nicht hinsichtlich "Störlicht" oder Aufhellung in Wohnräumen konzipiert.

Europäische Richtlinien & Verordnungen:

  • Richtlinie 2005/32/EG "Eco-Design Requirements for Energy Using Products": auch EuP Directive oder Ökodesign-Richtlinie.
  • Verordnung (EG) Nr. 245/2009 "Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Leuchtstofflampen, Hochdruck-Entladungslampen sowie Vorschaltgeräten und Leuchten": zur Durchführung der Richtlinie 2005/32/EG.

Empfehlungen der Lichttechnischen Gesellschaft, Internationalen Beleuchtungskommission sowie des Österreichischen Institutes für Schul- und Sportstättenbau:

  • LTG "Messung und Beurteilung von Lichtimmissionen künstlicher Lichtquellen"
  • LTG "Zur Einwirkung von Außenbeleuchtungsanlagen auf nachtaktive Insekten"
  • CIE 150 "Leitfaden zur Begrenzung der Störlichtwirkungen von Außenbeleuchtungsanlagen"
  • CIE 126 "Richtlinien zur Minimierung des Himmels Lichtschleier"
  • ÖISS "Beleuchtungsguide für Außenanlagen"
  • ÖISS "Lichttechnische Anforderungen an Beleuchtungsanlagen für Stadien"

 

 

Vorschriften und Richtlinien in weiteren Ländern

 

Schweiz: Schweizer Norm (SN 586 491) "Vermeidung unnötiger Lichtemissionen im Aussenraum" seit 2013.

 

Italien: "Gesetz gegen Lichtverschmutzung" seit 2000 in der Lombardei. "Gesetz gegen Lichtverschmutzung" seit 2011 in Südtirol.

 

PDF (Kriterien gegen Lichtverschmutzung, autonome Provinz Bozen, Südtirol)

 

Slowenien: Gesetz "zum Schutz der Natur vor schädlicher Wirkung, der Wohnräume vor störender Beleuchtungsstärke, der Bevölkerung vor Blendung, der astronomischen Beobachtungen vor der Himmelsaufhellung und zur Minderung des Stromverbrauches" seit 2007.

 

Tschechien: Gesetz gegen Lichtverschmutzung seit 2002, "Lichtverschmutzung ist jegliche Form der künstlichen Beleuchtung, die über den Bereich hinausreicht, für den sie gedacht ist, insbesondere, wenn sie über den Horizont gerichtet ist".

 

Spanien: "The Sky Law" zum Schutz astronomischer Observatorien auf den Kanarischen Inseln seit dem Jahr 1992; "Environmental Arrangement of the Lightning System for the Protection of Nocturnal Ecosystem" seit 2001 in Katalonien, Gemeinden können Zonierungen verordnen.

 

Chile: "Norma Luminica" zur Verhinderung von Lichtverschmutzung in astronomisch sensiblen Regionen seit 1999.

 

USA: Erste Regelungen gegen Lichtverschmutzung zum Schutz des städtischen Observatoriums im Jahr 1958 in Flagstaff/Arizona; Verbot von Quecksilberdampflampen in ganz Arizona ab 2011.

 

Japan: Verordnungen zum Schutz des Nachthimmels im Jahr 1989 in Bisei-Town/Japan, in den Bezirken um die Observatorien hat diese Verordnung oberste Priorität.