Haus-, Garten- und Terrassenbeleuchtung

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Jede und jeder Einzelne kann Lichtverschmutzung vermeiden.

 

 

Auf Garten-Dekobeleuchtung könnte mitunter ganz verzichtet werden!

Lampen, Leuchten und Betriebsweise

 

Für den Außenbereich sind Leuchtmittel mit geringer Leistung und warmer Farbtemperatur ausreichend. Ideal für die Außenbeleuchtung sind LED Beleuchtungen mit warmweißem Licht. Sie sind energiesparend und schützen nachtaktive Insekten. Anders betrachtet, locken LEDs mitunter auch weniger „lästige“ Insekten an!

 

Von besonderer Bedeutung ist der Einsatz von abgeschirmten Leuchten. Full-Cut-Off-Leuchten strahlen kein Licht über die Horizontale ab und erhellen nur die zu beleuchtende Fläche.

 

Beleuchtung im Garten, auf der Terrasse oder vor der Haustüre sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn sie wirklich benötigt wird. Außenbeleuchtung kann beispielsweise mit einem Bewegungsmelder gekoppelt werden. Dabei sollte das Gerät gut eingestellt sein, damit sich die Hausbeleuchtung nicht bei jedem vorbeigehenden Passanten einschaltet.

Bewegungsmelder

 

Zur Vermeidung von Lichtverschmutzung im Garten haben die Wiener Umweltanwaltschaft und die Umweltberatung einen Folder sowie ein Infoblatt ausgearbeitet.

 

 

All jene, welche keine glücklichen Haus-, Terrassen- und Gartenbesitzer sind, aber dennoch freien Blick in den Sternenhimmel möchten, können einerseits Überzeugungsarbeit leisten, aber sich auch an dem Projekt "Wie viele Sterne sehen wir noch?" beteiligen, mehr dazu unter Projekte >>

 

 

Weihnachtsbeleuchtung

 

Lichterketten, leuchtende Schneemänner, Funkelsterne & Co verbrauchen in den wenigen Wochen vor Weihnachten so viel Strom wie mehr als 10.000 österreichische Haushalte in einem ganzen Jahr! Millionen von Kilowattstunden Strom fließen alle Jahre wieder in die elektrische Lichterpracht.

 

Wer auf den künstlichen Lichterglanz nicht verzichten möchte, kann beim Kauf zumindest auf den Anschlusswert achten. Insbesondere bei Lichterketten sind die Unterschiede enorm, manche verbrauchen nur ein Watt, andere benötigen fünf Watt für den Betrieb. Teurer, aber bei weitem am effizientesten sind Lichterketten mit Leuchtdioden. Der Einsatz von Zeitschaltuhren stellt sicher, dass nicht 24 Stunden lang Strom verbraucht wird (http://www.richtig-hell.at/gemeinden, August 2011).

 

 

Lichtimmission und Anrainer

 

Beleuchtungsanlagen erhellen häufig nicht nur gewünschte Bereiche, sondern mangels entsprechender Abschirmungen auch Wohnräume der Anrainer. Gebäudeanstrahlungen und Leuchtreklamen sollten niemanden belästigen, ablenken oder blenden. Im Falle von störender öffentlicher Beleuchtung würde sich ein Gespräch mit der Gemeindeführung empfehlen, in Fällen von störender privater oder kommerzieller Beleuchtung ein Gespräch mit dem Nachbarn oder der angrenzenden Firma. Möglicherweise lässt sich das Problem entschärfen, beispielsweise durch Abdecken der Leuchte in Richtung Wohngebäude oder durch eine Reduktion der Lichtintensität im Laufe der Nacht.

 

Zum Thema "Lichtimmission" ist die ÖNORM O 1052 in Arbeit, sie wird voraussichtlich 2012 erscheinen und speziell auf österreichische Gegebenheiten angepasste Richtwerte beinhalten.