Natürliche Nachtlandschaft ...

Die Wirkung der natürlichen Nachtlandschaft lebt vom Zusammenspiel dunkler Schattierungen. Die Szenerie bildet sich aus Landschaftsstrukturen wie Bergketten oder Waldsilhouetten, die sich vom Nachthimmel abheben und von Gewässern, die den Sternenhimmel reflektieren.

Der ungestörte Blick auf Phänomene wie den Vollmond, Sternschnuppen oder die Milchstraße verstärkt auch die Wahrnehmung durch den Hör- und Geruchssinn, wodurch die Nachtlandschaft zu einer besonderen, immer seltener werdenden Erfahrung wird.

Die Nachtlandschaft ist geheimnisvoll, ihr Charakter und ihre Eigenart sind einzigartig und identitätsstiftend.

Nachtlandschaft im Mondschein mit Jägern am Feuer
Nachtlandschaft im Mondschein mit Jägern am Feuer – Ölgemälde vom Landschaftsmaler Carl Ludwig Scheins (spätestens) aus dem Jahr 1879.
© Christoph Malin
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© Norbert Span
© Christoph Malin
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© Norbert Span

... versus künstliche Nachtlandschaft

Lichtglocken lassen den Sternenhimmel verschwinden, Kunstlicht zieht die Aufmerksamkeit auf sich und beide Phänomene mindern das Erleben der Nachtlandschaft.

Rastlosigkeit sowie die Gewöhnung an Lichtüberflutung werden gefördert und in der Folge der Erholungswert geschmälert.

Mit dem Verlust des Sternenhimmels geht auch der Bezug des Menschen zur Umwelt und Natur verloren.

© Stefanie Suchy
© Christoph Malin
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© Hellenot
Urban. Mountain. Sky.
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Island in the Sky - La Palma Starry Nights
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Blackout City

Astrotourismus – Fenster zum Himmel

Touristische Initiativen wie Sternenparks, Lichtschutzgebiete, Themenwege und Sternwarten sensibilisieren für den Schutz des nächtlichen Lebensraums und die öffentliche Teilhabe am Sternenhimmel ohne Beeinträchtigung durch Kunstlicht.

Besonders in „strukturschwachen“ Regionen werben Orte und Alpentäler mit ihrer schönen Nachtlandschaft und ihrem beeindruckenden Sternenhimmel. Sie profitieren dabei ebenso vom Naturtourismus wie der Gesundheitstourismus, der die Berücksichtigung des Tag- Nacht-Rhythmus als Thema erkannt hat.

 

Organisationen zum Schutz des Nachthimmels:

Organisationen wie die Royal Astronomical Society of Canada (RASC), die International Dark-Sky Association (IDA) aus den USA sowie die UNESCO Starlight Initiative mit Sitz auf den Kanarischen Inseln haben Programme und Auszeichnungen zum gezielten Schutz des Nachthimmels und der natürlichen Nachtlandschaft ins Leben gerufen. In vielen Ländern, wie z.B. in Deutschland, Großbritannien und Ungarn, gibt es bereits seit einigen Jahren Gebiete, in denen der Nachthimmel eigens geschützt wird.

© Anphex
Dem Naturpark Westhavelland, 70 km westlich von Berlin, wurde von der IDA als erstem Ort in Deutschland das Prädikat „Sternenpark“ ausgestellt.
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A Colorado Town Goes Dark
© Hellenot
Night Sky – Grand Canyon

Großmugl an der Milchstraße:

Unweit von Wien im Weinviertel gibt es mit dem Sternenweg „Großmugl an der Milchstraße“ eine innovative touristische Attraktion. Gestaltet wurde der Themenweg im Jahr 2014 von project nightflight in enger Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Großmugl. Derzeit läuft ein Bewerbungsverfahren für die Auszeichnung als UNESCO „Sternenlicht-Oase“.

www.sternenweg-grossmugl.at

© project nightflight