Im Rampenlicht

Umstellung der Beleuchtung "Schulweg Moos" in der Stadt Salzburg >>

Intelligente Steuerungssysteme >>

Liechtenstein macht Licht aus >>

Weihnachtserleuchtung statt Weihnachtsbeleuchtung >>

Umstellung der Beleuchtung in Laibach >>

Umstellung der Beleuchtung in Igls >>

Umstellung der Beleuchtung der Österreichischen Bundesbahnen >>

 

Leuchtende Beispiele sind Länder, die gesetzliche Vorschriften und Richtlinien zur Eindämmung der Lichtverschmutzung haben. Auflistung in Normen & Verordnungen >>

 

Andererseits sind es Länder, Städte, Gemeinden und Unternehmen, welche durch Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung oder veränderte Betriebsweise Energie und Kosten sparen sowie die Natur schonen.

 

 

Umstellung der Beleuchtung "Schulweg Moos" in der Stadt Salzburg

 

Die Beleuchtung eines Geh- und Radweges durch ein Naturschutzgebiet zum Schulzentrum Moosstraße wurde auf hocheffiziente LED Leuchten mit Nachtabsenkung umgestellt. Bestehende Quecksilberdampf-Hochdrucklampen mit einem Wirkungsgrad auf der Verkehrsfläche von unter 10 Prozent wurden in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde der Stadt durch LED-Leuchten mit warmweißer Lichtemission und wesentlich besserer Lichtlenkung ersetzt. Der Streulichtanteil konnte dadurch stark verringert werden.

 

Die Stadt Salzburg tauscht bis 2017 rund 3.100 veraltete Quecksilberdampf-Hochdrucklampen in der Straßenbeleuchtung aus. Ersetzt werden diese zum Großteil durch LED-Technik. Neben dem "Schulweg Moos" wird der Einsatz verschiedener LED-Leuchten im Bereich des neuen Wilhelm-Kaufmann-Steges, am Franz-Josef-Kai, in der Leopoldskronstraße, im Kreuzhofweg, sowie im Lehener und Gnigler Park erprobt. Dabei sollen die Lichtqualität, der Einsatz unter den rauhen Netzbedingungen, der Lebenszyklus und die Wartunganforderungen getestet werden.

 

 

 

Intelligente Steuerungssysteme

 

"Mitlaufendes Licht" oder "Licht per Anruf" - kluge Systeme, welche bedarfsgerecht beleuchten sind nicht mehr nur Theorie. Die Gesetzmäßigkeit für den sorgsamen Umgang mit Licht wird dabei berücksichtigt: "einschalten, wenn Licht gebraucht wird, ausschalten, wenn es nicht gebraucht wird". Die einfachste Möglichkeit dazu ist die Begrenzung der Beleuchtungsdauer, aber auch eine Reduzierschaltung tut ihren Zweck.

 

Über einen Telefonanruf können mit der Dial4Light(r) Technik Außenräume je nach Bedarf von jedem Bürger temporär beleuchten werden. Die innovative Technologie hat sich in mehreren Gemeinden Deutschlands erfolgreich etabliert. Weitere Systeme reagieren auf Bewegung. So werden in Plauen-Messbach Leuchten mit reduziertem Licht durch Bewegungs- und Funksignale heller und hinter dem Fußgänger wieder dunkler. Für den Schnellverkehr mit über 80 km/h wird noch an der Sensorik getüftelt. Energieeinsparungen von 70 bis 80 Prozent können jedenfalls erwartet werden.

 

Doch nicht nur für kleinere Gemeinden und abgelegene Verkehrswege sind diese Steuerungssysteme von Bedeutung, auch in der Millionenstadt Jakarta entwickeln indonesische Forscher eine Alternative für die Dauerbeleuchtung.

 

 

 

Liechtenstein macht Licht aus

 

Alle Gemeinden Liechtensteins schalten in den ersten beiden Monaten 2012 rund ein Drittel der Straßenlampen aus. In drei der elf Gemeinden bleibt die Beleuchtung zwischen 00:30 und 05:30 Uhr nur in einigen Hauptstraßen an. Die Gemeinde Planken macht gar alle Lichter aus. Vor rund zwei Jahren haben die ersten Gemeinden die Nachtabschaltung eingeführt. Bewährt sich das Experiment, schaltet zukünftig das ganze Land das Licht aus.

 

Das Fürstentum Liechtenstein experimentiert zu Vogelschutz, Energieeffizienz und öffentlicher Sicherheit. Das Alpenrheintal ist eine wichtige Routen für Zugvögel. Sie ziehen vor allem in der Nacht und durch das Licht werden die Vögel gestört. Nicht gefährlich ist die reduzierte Beleuchtung für den Menschen. Liechtensteins Polizei bestätigt, dass die Kriminalität nicht zunimmt.

 

 

 

Weihnachtserleuchtung statt Weihnachtsbeleuchtung

 

Die e5-Gemeinde Mäder in Vorarlberg verzichtet ganz bewusst auf weihnachtliche Beleuchtung kommunaler Gebäude.

 

Mit der Aktion "Weihnachtserleuchtung statt Weihnachtsbeleuchtung" rief sie außerdem die Bevölkerung und Gewerbetreibenden auf, unnötige Beleuchtung wegzulassen und das gesparte Geld auf ein speziell dafür eingerichtetes Konto zu spenden.

 

"Unsere Aktion brachte einen Erlös von 3.615 Euro, damit wurden in Kirgistan drei Häuser saniert und mit einer energieeffizienten Heizung ausgestattet", so Ing. Rainer Siegele, Bürgermeister von Mäder (Schnetzer in Amt der Vorarlberger Landesregierung, 2008).

 

 

 

Umstellung der Beleuchtung in Laibach

 

Slowenien hat ein umfassendes Lichtverschmutzungs-Gesetz, welches jedoch nahezu keine lichttechnischen Grenzwerte enthält, sondern im Sinne des Energiesparens ausschließlich nur Leistungsangaben als Grenzwerte festlegt. Voll abgeschirmte Leuchten werden darin jedoch ausdrücklich empfohlen.

 

Im folgenden Bild zu sehen ist ein Straßenzug in Laibach: links mit Standardleuchten, rechts nach der Umrüstung auf Full-Cut-Off Leuchten. Das Ergebnis ist weniger Streulicht und Blendung sowie eine bessere Ausleuchtung der Straße.

 

Straßenzug mit Standardleuchten
Straßenzug mit Full-Cut-Off Leuchten

 

 

Lanserstraße nach der Umrüstung

Umstellung der Beleuchtung in Igls

 

Im Zuge der Teilerneuerung der Lanserstraße in Igls im Jahr 2007 wurde auch die öffentliche Beleuchtung erneuert.

 

Natriumdampf-Hochdrucklampen in Full-Cut-Off Leuchten mit planer Wanne, hochwertigen Reflektoren und geschlossenem Gehäuse beleuchten nun den Straßenbereich.

 

Die Beleuchtungsintensität wird mittels Nachtabsenkung durch ein digitales Leistungsreduzierrelais dem Bedarf angepasst. Mit dieser Anlage sind langfristig geringe Betriebs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten garantiert.

 


Lampentausch

Umstellung der Beleuchtung der Österreichische Bundesbahnen

 

Bundesweit müssen in den nächsten Jahren alle ineffizienten und für nachtaktive Tiere besonders schädlichen Quecksilberdampflampen gegen Natriumdampf-Hochdrucklampen getauscht werden.

 

Ein längerfristiges Vorhaben ist der Ersatz der Standardleuchten durch Full-Cut-Off Leuchten. In einigen Bereichen wurde bereits mit der Umrüstung begonnen, so in den Bahnhöfen Baden, Graz, Bischofshofen und dem Innsbrucker Haupt- und Westbahnhof.

 

 

Werte Leser, die "Leuchtenden Beispiele" sind nicht vollständig. Bitte informieren Sie mich, wenn Ihnen positive Beleuchtungsbeispiele bekannt sind. s.suchy(at)tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at