Loss of the Night Network (LoNNe)

COST program http://www.cost.eu

 

LoNNe untersucht auf interdisziplinäre Weise die Auswirkungen von Lichtverschmutzung.

 

 

LoNNe möchte das bestehende Wissen rund um das Thema Lichtverschmutzung sammeln und neues generieren. Durch das Netzwerk tauschen sich verschiedene Akteure aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Behörden und Industrie aus. Resultieren sollen u.a. Handlungsempfehlungen für einen ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Umgang mit Kunstlicht.

 

http://www.cost-lonne.eu

https://www.facebook.com/Loss-of-the-Night-Network...

 

 

Innovative Beleuchtung im Außenraum

Projektträger: Tiroler Umweltanwaltschaft

 

Finanzierung: EU-Programm (Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit), Land Tirol (Tiroler Naturschutzfonds, Landesentwicklung und Zukunftsstrategie)

Projektentwicklung, Projektpartner und Finanzierung: Bartenbach GmbH, Swareflex GmbH, Innsbrucker Kommunalbetriebe AG, Tiroler Umweltanwaltschaft

Bartenbach
Swareflex
Innsbrucker Kommunalbetriebe
Tiroler Umweltanwaltschaft

Ein zukunftsweisendes, umweltverträgliches und energieeffizientes Beleuchtungskonzept für den Außenbereich wurde verwirklicht.

 

 

Licht im Außenbereich ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld. Soziologischen, ökonomischen als auch ökologischen Ansprüchen muss die künftige Außenbeleuchtung gerecht werden. Das Projekt wird dementsprechend ganzheitlich betrachtet. Es wird eine Balance der Anforderungen von Natur, Mensch, Energie und Wirtschaft an die Beleuchtung angestrebt.

 

Unterlagen und Ergebnisse des Projekts siehe Hersteller >>

 

http://tirol.orf.at/news/stories...

PDF (Tiroler Umweltanwaltschaft, Pressemitteilung)

PDF (Einladung und Infos)

 

 

"Helle Not" Naturpädagogik

Projektträger: Natopia, Land Tirol, Tiroler Umweltanwaltschaft

 

Ziel des Naturpädagogik-Programmes ist die Sensibilisierung für das Thema Lichtverschmutzung.

 

Lichtfang mit einer Schulklasse in Imst

In Zusammenarbeit mit dem Verein Natopia wurde ein Naturpädagogik-Programm zusammengestellt. Während der zweistündigen Nachtführungen bekommen die Teilnehmer Einblicke in das Leben von nachtaktiven Tieren, auch der Insekten-Lichtfang wird vorgestellt. Bei passender Witterung wird ein Blick in den Nachthimmel geworfen und auch das Thema der "Hellen Not", der übermäßigen Beleuchtung von Außenraum, kommt nicht zu kurz.

 

Das Programm wird für Erwachsene und Schulklassen in Tirol angeboten.

 

 

 

Licht über Wien

Projektträger: Wiener Umweltanwaltschaft

 

Ziel der Studie ist die Ermittlung des Ausmaßes der Lichtverschmutzung in Wien. Die Untersuchung gestattet Rückschlüsse auf die mögliche Energie- und CO2-Einsparung durch effizientere Außenbeleuchtung.

 

Im Auftrag der Wiener Umweltan-waltschaft wurde vom Verein Kuffner-Sternwarte 2011, 2012 und 2013 ein Lichtkataster für Wien erstellt.

 

"Verirrtes Licht" über Wien kostete 2013 typischerweise 24 Megawatt an elektrischer Leistung. Über das Jahr summiert sich das zu einem Aufwand von 89 Gigawattstunden an elektrischer Energie mit dem Äquivalent einer Emission von 48 Kilotonnen CO2. Das wesentlich erweiterte Wiener Licht-Messnetz ergibt sehr ähnliche Ergebnisse wie im Vorjahr. Vergleicht man den typischen Energieaufwand für die Lichtglocke im Jahr 2013 mit jenem aus 2012 anhand der Stationen, die seit zwei Jahren in Betrieb sind, ergibt sich ein Zuwachs von etwa 10 Prozent.

 

Die Lichtquellen einer 400 km Stichprobe des Wiener Straßennetzes waren 2011 zu zwei Dritteln der öffentlichen Straßenbeleuchtung zuzuordnen. Die Wiener Lichtglocke wird aber nur zu einem Drittel von der Straßenbeleuchtung verursacht, was bedeutet, dass zwei Drittel der Lichtverschmutzung auf nichtöffentliche Lichtquellen zurückzuführen sind. In der Stichprobe waren dies vor allem Geschäftsbeleuchtungen.

 

http://wua-wien.at/naturschutz-und-stadtoekologie/weiterfhrende...

 

 

Verlust der Nacht

Projektträger: Leibnitz Gemeinschaft e.V.

 

Auf Grundlage der Forschungsergebnisse sollen Lösungsansätze für moderne Beleuchtungskonzepte und nachhaltige Techniken entstehen.

 

Der "Verlust der Nacht" ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund.

 

Licht und Lichtverschmutzung wird in Einzelprojekten umfassend betrachtet - von Kulturgeschichte bis Ökologie, Astronomie, Gesundheit, Sozioökonomie und Lichttechnik.

 

 

 

 

Anlockwirkung moderner Leuchtmittel auf nachtaktive Insekten

Projektträger: Tiroler Landesmuseen, Tiroler Umweltanwaltschaft, gefördert durch den Tiroler Naturschutzfonds

 

Ziel der Studie ist, das "insektenfreundlichste" Leuchtmittel und dessen lichttechnische Eigenschaften herauszufinden. Die Ergebnisse bieten Konsumenten Informationen über den naturfreundlichen Einsatz von Licht im Außenbereich und der Beleuchtungsindustrie eine Grundlage für die Herstellung bzw. Vermarktung umweltverträglicher Leuchtmittel.

 

Erste Sichtung und Sortierung der Insekten

Der Leuchtmittelvergleich 2010 ergab, dass sich insbesondere LEDs mit geringer Farbtemperatur (< 3.000 Kelvin) als "insektenfreundlichste" Lampentypen herausstellten. In der Anlockkraft gefolgt wurden Leuchtdioden von der Natriumdampf-Hochdrucklampe und den drei untersuchten Metallhalogendampf-Hochdrucklampen (Keramik- bzw. Quarzbrenner, mit Ultraviolett-Filter).

 

Eine weitere Feldstudie im Sommer 2011 mit einem lichttechnisch optimierten Versuchsaufbau bestätigte das Vorergebnis. Dabei hatte das LED-Leuchtmittel mit warmweißer Lichtemission (ca. 2.700 Kelvin) die geringste Anlockwirkung. Die Natriumdampf-Hochdrucklampe fungierte als Referenzleuchtmittel und lockte insgesamt ca. 65 Prozent mehr Insekten als die getesteten LEDs an.

 

Als neue Erkenntnis weist die 2011 durchgeführte Studie nach, dass es für die Anlockwirkung keine Rolle spielt, ob das Licht über eine große, diffus leuchtende Fläche geringer Leuchtdichte oder beispielsweise über eine kleine besonders hell leuchtende Flächen mit sehr hoher Leuchtdichte abgegeben wird. Dies erlaubt der Beleuchtungsindustrie den Einsatz vielfältiger optischer Systeme für eine präzise und effiziente Lichtlenkung und Lichtverteilung der LEDs.

 

In den Anlocktests 2010/2011 wurde durch die Verwendung eines Ultraviolett?absorbierenden Zylinders von keinem getesteten Leuchtmittel Ultraviolett?Licht emittiert. Weshalb LEDs im Vergleich zu anderen als ökologisch einigermaßen verträglich eingestuften Leuchtmitteln wie Natriumdampf?Hochdrucklampe in Summe signifikant weniger Insekten anlocken ist noch ungeklärt.

 

Bei Interesse an dem lichttechnischen Abschlussbericht 2011 schreiben Sie bitte ein Email an s.suchy@tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at.

 

PDF (Feldstudie 2010)

PDF (Wissenschaftliches Jahrbuch, Tiroler Landesmuseen 2011)

PDF (Feldstudie 2011)

PDF (Poster: attraction of modern light sources for nocturnal insects)

 

 

 

Künstliches Licht und Insekten

Projektinitiator: Dr. Gerhard Eisenbeis, Universität Mainz

 

Ziel der Studien ist, die Anziehungskraft von Straßenlampen auf Insekten herauszufinden.

 

Schwammspinner (Lymantria dispar)

Im Rheinhessenprojekt 1997 und im Projekt Fleher Deich in Düsseldorf 2008 wurde von Dr. Gerhard Eisenbeis der Insektenanflug über eine gesamte Sommerflug-Periode verfolgt.

 

Dabei wurde gezeigt, dass Lampen mit starker Abstrahlung im Ultraviolett-, blauen und violetten Bereich eine große Anziehungskraft auf Insekten ausüben.

 

Nach Quecksilberdampflampen haben Metallhalogendampflampen, gefolgt von Natriumdampf-Hochdrucklampen die größte Anziehungskraft auf Insekten.

 

An Natrium-Niederdrucklampen und Leuchtdioden findet nur ein geringer Anflug statt. Die Ergebnisse gelten für das Gros der Insekten (Eisenbeis in Posch, Freyhoff & Uhlmann, 2010).

 

 

 

Life at Night

Projektinitiatorin: Dr. Mojca Stojan-Dolar

 

Das Ziel des Life+ Projektes ist die Minimierung bzw. Optimierung der Beleuchtung von historischen Gebäuden. Damit werden nachtaktive Tiere, wie Nachtfalter und Fledermäuse geschützt.

 

Kirchenanstrahlung

Bestrahlte historische Bauwerke, wie Kirchen sind häufig Quelle des künstlichen Lichts in ländlichen Gebieten, insbesondere auch im alpinen Raum.

 

Durch das Projekt wird ein technisches Regelwerk für energieeffiziente und umweltfreundliche Beleuchtung denkmalgeschützter Bauwerke erarbeitet und in die breite Öffentlichkeit getragen. Der Maßnahmenkatalog soll EU-weit Anwendung finden.

 

Durch das Projekt wird der Prototyp einer idealen Gebäudeanstrahlung entwickelt sowie an 21 ausgewählten Kirchen getestet.

 

 

 

Beleuchtungs-Check in Tiroler Gemeinden

Projektträger: Energie Tirol, Land Tirol, Tiroler Umweltanwaltschaft

 

Mit dem Beleuchtungs-Check wird eine energieeffiziente und umweltverträgliche Beleuchtung in Tiroler Gemeinden gefördert.

 

Veraltete Anlagentechnik führt in vielen Gemeinden zu hohen Stromkosten und stark steigenden Wartungskosten, darüber hinaus schadet sie auch der Natur und Umwelt.

 

Fünf Lichttechniker führten eine Bestandserhebung der Straßen- und Objektbeleuchtung in Tiroler Gemeinden durch. Daraus wurde das Optimierungspotenzial in Hinblick auf Energieverbrauch und Stromkosten abgeleitet. Nach einer Optimierung der Beleuchtung in den Gemeinden ist mit durchschnittlich 30 Prozent Energieeinsparung zu rechnen, diese entspricht ungefähr 440.000 kWh.

 

Durch Straßenbeleuchtungs-Checks wurden 40 Tiroler Gemeinden informiert und beraten.

 

 

 

Nachthimmel Linz

Projektträger: Dr. Dietmar Hager

 

Die Homepage soll Orte mit vorbildlicher Stadtbeleuchtung solchen mit schlechter gegenüberstellen.

 

Lichtsäule in Linz

Für Entscheidungs- und Funktionsträger als auch die interessierte Öffentlichkeit werden Stellen mit Handlungsbedarf bildhaft dargestellt, im Gegensatz dazu auch positive Beleuchtungsbeispiele gezeigt.

 

Rote, grüne und gelbe Punkte auf einer Luftbildkarte von Linz stellen Plätze dar, an welchen Beleuchtungen fotografiert werden. Wobei grün ein positives Beispiel symbolisiert, d.h. umweltfreundliche, energieeffiziente und gesundheitserhaltende Beleuchtung. Gelb bedeutet unbestimmt und rot kennzeichnet exzessive, blendende bzw. ineffizient eingesetzte Beleuchtung.

 

Es besteht die Möglichkeit, an die Administratoren der Website Bilder zu senden, welche evaluiert und anschließend entsprechend zugeordnet werden.

 

 

 

Lightmeter Network

Projektträger: Thüringer Landessternwarte Tautenburg, Kuffner Sternwarte Wien

 

Ziel der Initiatoren ist, dass Lightmeter an möglichst vielen Stellen weltweit in Einsatz kommen und die Auswertung der Daten ein aussagekräftiges Bild über die Aufhellung des Nachthimmels ergibt.

 

Lightmeter

Lightmeter sind Geräte, welche bestenfalls langfristig die Zunahme der Lichtverschmutzung dokumentieren.

 

Das Lightmeter ist günstig in der Anschaffung und einfach zu installieren, via USB muss es an einen PC angeschlossen werden.

 

Die Daten werden von der Thüringer Landessternwarte und der Kuffner Sternwarte zusammengetragen und ausgewertet.

 

Ein Prototyp des Lightmeters ist seit 2006 im Einsatz, derzeit messen weltweit bereits einige Dutzend Geräte dauerhaft den Nachthimmel.

 

 

 

Wie viele Sterne sehen wir noch?

Projektträger: Kuffner Sternwarte Wien

 

Mit der Beobachtungsaktion werden Menschen für Lichtverschmutzung und Astronomie sensibilisiert, zudem wird die Aufhellung des Nachthimmels ausgewertet.

 

Lichtsmog über Moskau

Am Nachthimmel über Österreich sind durchschnittlich 450 Sterne sichtbar. Aufgrund der Lichtverschmutzung sehen wir im urbanen Raum nur noch 10 Prozent der leuchtenden Himmelskörper.

 

Auf Initative des Vereins Kuffner Sternwarte läuft seit Anfang 2009 die zweite Kampagne "Wie viele Sterne sehen wir noch?". Es handelt sich um eine Beobachtungsaktion, an der jede und jeder teilnehmen und den Anblick des Nachthimmels am jeweiligen Wohnort erfassen kann. Kernstück der Beobachtungen sind die Sternbilder "Kleiner Wagen" und "Orion".

 

Anleitung und vorgefertigte Sternkarten finden Sie auf der folgenden Homepage, auch Ergebnisse können hier eingetragen werden.